Finanzstaatssekretärin Gisela Splett und Landtagsabgeordneter Norbert Beck beim Finanzamt Freudenstadt.

Finanzstaatssekretärin Gisela Splett und Landtagsabgeordneter Norbert Beck zu Besuch beim Finanzamt Freudenstadt. Freudenstadt. Auf Einladung des Landtagsabgeordneten Norbert Beck (CDU) besuchte die Finanzstaatssekretärin Gisela Splett (Grüne) das Finanz

 

Freudenstadt. Auf Einladung des Landtagsabgeordneten Norbert Beck (CDU) besuchte die Finanzstaatssekretärin Gisela Splett (Grüne) das Finanzamt Freudenstadt. Amtsleiter Thomas Züfle begrüßte mit seinen Sachgebietsleitern auch eine Delegation aus dem Finanzministerium.

Thematisiert wurde unter dem Stichwort "Demografischer Wandel" die Altersstruktur im Finanzamt verbunden mit Altersabgängen und erforderlichen Nachbesetzungen. „Der demografische Wandel stellt die Personalverwaltung vor eine große Herausforderung. Davon können junge Nachwuchskräfte profitieren. Gute Karrierechancen hat in dieser Zeit, wer sich gerne mit dem Thema „Steuern“ in der Verwaltung beschäftigt“, so Splett.

 

Auch die Steuerbehörde muss sich stetig weiter entwickeln, so Norbert Beck. Er als Mitglied im Petitionsausschuss ist mit vielen Steuerangelegenheiten von Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis Freudenstadt beschäftigt, sagt aber auch dazu: „Die Gerecht- und die Gleichmäßigkeit muss für die Bürger transparent sein. Es darf auf keinen Fall Vorzüge unter allen Steuerpflichtigen geben.“

 

Thomas Züfle sieht „sein“ Finanzamt gut aufgestellt.  Derzeit sind 140 Mitarbeiter mit der Außenstelle Horb beschäftigt. Durch moderne Arbeitsvereinfachungen, wie die Digitalisierung hat sich der Beruf der Finanzbeamtinnen und -beamte in den letzten Jahren stark verändert.

 

Mit der Aktion http://www.was-gibts-zu-glotzen.de und bei der Teilnahme an  verschiedenen Jobbörsen wirbt das Finanzamt für seinen Nachwuchs.

 

Zum 15. September 2016 haben im Finanzamt Freudenstadt im mittleren Dienst vier Anwärter und Anwärterinnen ihre Ausbildung begonnen, in den Jahren 2013 bis 2015 waren es durchschnittlich weniger als zwei. Im gehobenen Dienst werden zum 1. Oktober 2016 fünf Anwärter und Anwärterinnen ihre Ausbildung beginnen, in den Jahren 2013 bis 2015 waren es durchschnittlich 3,5. Die gestiegenen Ausbildungszahlen erfordern zwar einen erhöhten Aufwand, führen jedoch auch dazu, dass frei werdende Stellen schnell wieder nachbesetzt werden können. Um der demografischen Entwicklung entgegenzuwirken, konnte in 2016 die Ausbildung im gehobenen Dienst erstmalig auch zum 1. März 2016 begonnen werden.

 

Für die Landesregierung ist Steuergerechtigkeit oberstes Gebot. Höchste Priorität hat daher bei der Personalverteilung die Nachbesetzung der Prüfungsdienste. Die Landesregierung hat in Baden-Württemberg in den letzten Jahren aufgrund des „500-Stellen-Programms“ deutlich mehr Personal in der Betriebsprüfung eingesetzt, um die zutreffende Besteuerung von Unternehmen zu verbessern. Die Betriebsprüfung im Finanzamt Freudenstadt prüft die Betriebe im Landkreis Freudenstadt. In den Jahren 2011 bis 2016 wurden rund drei Personen mehr in der Betriebsprüfung eingesetzt. Landesweit gab es in diesem Zeitraum sogar 161 Prüfer und Prüferinnen mehr.

Weitere Informationen:

Das Finanzamt Freudenstadt ist für rund 115.000 Einwohnerinnen und Einwohner zuständig. Im Jahr 2015 wurden beim Finanzamt Freudenstadt knapp 40.000 Einkommensteuerfälle bearbeitet. Rund 10.000 Unternehmer wurden zur Umsatzsteuer und mehr als 4.000 zur Gewerbesteuer veranlagt.