Dankeschön-Feier für die Ehrenamtlichen

 

Baiersbronn. Ehrenamtliches Engagement für Flüchtlinge ist nicht selbstverständlich. Daher hatten der CDU Kreisverband und der Landtagsabgeordnete Norbert Beck zu einer kleinen Feier in den Baiersbronner Rosensaal eingeladen, um den Helfern zu danken. Beck freute sich, daß viele Gäste der Einladung gefolgt waren und lobte das große Engagement der Flüchtlingshelfer, die dazu beigetragen haben eine nie dagewesene Herausforderung zu meistern. „Wenn unser Landkreis in der Flüchtlingsfrage so gut aufgestellt ist, hat dies mit ihrem großartigen ehrenamtlichen  Engagement zu tun“, so der CDU-Landtagsabgeordnete. „Es war mir schon lange ein Anliegen ihnen persönlich zu danken und habe sie heute gerne eingeladen“. Nach einigen Zitaten aus den einzelnen Helferkreisen der verschiedenen Gemeinden, ging Beck auf die aktuelle Flüchtlingsproblematik ein. „Wir müssen relativ schnell mit rund 1000 neuen Flüchtlingen für den Landkreis rechnen, die die Gemeinden in der Anschlussunterbringung aufnehmen müssen“. Beck betonte das er wisse das viele Helfer erschöpft und von langen Behördengängen frustriert seien, daher rief er im Anschluss an den offiziellen Teil zum gemeinsamen Dialog auf. Landrat Klaus Michael Rückert freute sich das es diesen gemeinsamen Austausch gebe und nicht nur in „Sonntagsreden“ das Ehrenamt gepriesen werde. „Unser Staat hat durch die gute Flüchtlingsarbeit eine großartige Chance zu zeigen, daß wir ein menschlicher Staat sind und der Mensch im Mittelpunkt steht“, so Rückert.  In letzter Zeit müsse er auch registrieren das die Stimmung nicht mehr so gut sei und er und seine Mitarbeiter einer eher „unfreundlichen“ Wortwahl ausgesetzt seien. „Sie alle helfen mit den Flüchtlingen als Menschen gegenüber zu treten, bitte bleiben sie bei der Stange und machen sie sich bewusst das sie auch  etwas für die Stärkung unseres Staates tun“, so der Landrat. Bürgermeister Michael Ruf lobte als Hausherr ebenfalls das gute ehrenamtliche Engagement, das funktioniert habe. „Die Menschen sind völlig entwurzelt bei uns angekommen und sie haben dazu beigetragen das sie eine Willkommenskultur vorfanden“, so Ruf. Wichtig sei weiterhin ein guter Sprachunterricht, denn die Sprache sei der Schlüssel zum Erfolg. „Wie soll jemand aus dem arabischen Raum auch verstehen was ein gelber Sack ist, hier sind wir gefordert“. Allerdings müsse man den Menschen auch klar machen, das Integration beiderseitige Toleranz erfordere. Es sei wichtig freien Wohnraum zur Verfügung zu stellen, um die Flüchtlinge auch unterbringen zu können. „Bleiben sie am Ball, die Aufgabe beginnt eigentlich erst jetzt“. Hans-Martin Haist der Leiter der Stiftung Eigensinn sprach sich dafür aus den Leuten einen Rahmen zu bieten und ihrem Leben einen Sinn zu geben. „Ihr  Leben muss einfach Sinn machen, auch in ihren Heimatländern später wieder, daher ist auch die Selbstverantwortung sehr wichtig“, so Haist.  Nach dem offiziellen Teil standen viele Gespräche an, bei denen man gemeinsam über Probleme reden konnte, aber auch die schönen Erlebnisse teilte.